Untersuchungsergebnis
Bei Honig lässt es sich nicht so einfach erkennen, ob es sich um ein Qualitätsprodukt handelt oder nicht. Bei uns wird schon seit Beginn jede Honigcharge im Labor des ÖIZ untersucht um die Qualitätsmerkmale festzustellen. Die Meinung vieler, dass jeder Honig gleich ist, stimmt so nicht. Es gibt verschiedene messbare Werte wie Wassergehalt, Leitfähigkeit, pH-Wert, Intervase und HMF-Wert, mit denen sich die Qualität des Honigs bestimmen lässt. Einige dieser Werte sind vom Imker auch beeinflussbar. Dies fängt schon mit der richtigen Wahl des Schleuderzeitpunktes an und geht bis zur optimalen Lagerung des Honigs. Für den Kunden ist dies am Honigglas durch das Qualitätssiegel in Gold ersichtlich.
Da uns Transparenz sehr wichtig ist, haben wir uns entschlossen, auch die einzelnen Untersuchungsdaten der jeweiligen Honigcharge zu veröffentlichen. So können künftig unsere Kunden mittels QR-Code oder Direktlink (Beispiel: https://qr1.at/000000) auf dem Etikett die einzelnen Untersuchungswerte abrufen und werden somit über die genauen Qualitätsmerkmale genau informiert. Alles was du für den QR-Code brauchst ist ein Smartphone mit einem QR-Code Leser (Gratisapp). Den Direktlink brauchst du nur im Internetbrowser eingeben. Für den Kunden ist am Honigglas durch das Qualitätssiegel in Gold ersichtlich, dass der untersuchte Honig grundsätzlich den hohen Qualitätskriterien entspricht.


Bio-Waldhonig von säuerlich-malzigem Aroma.
16,8 %
max: 18% | max: 20%
Nach der österreichischen Honigverordnung ist im Allgemeinen nur ein maximaler Wassergehalt von 20 % zulässig. Dies erfordert vor, bei und nach der Ernte genaue Kontrollen und einen sachgemäßen Umgang. Bei einem zu hohen Wassergehalt kann der Honig zu gären beginnen. Backhonig darf einen Wassergehalt von 23 % aufweisen. Je nach Qualitätsauszeichnung gibt es verschiedene Höchstwerte.
1180 µS·cm-1
< 800 µS·cm-1 | > 800 µS·cm-1
Die elektrische Leitfähigkeit ist wichtig für die richtige Kennzeichnung als Blüten- bzw. Waldhonig. Waldhonig hat generell eine höhere elektrische Leitfähigkeit als Blütenhonig. Ein Wert zwischen 0 und 800 µS.cm-1 klassifiziert den Honig als Blütenhonig. Über 800 µS.cm-1 bedeutet, dass es sich um Waldhonig handelt.
4,5
3,4 - 4,5 | 4,0 - 5,4
Auch der pH-Wert dient der Klassifizierung. Diese Kennzahlen dienen der Herkunftsbestimmung von Honig, und zwar insbesondere bei Honigtau-Honig (Waldhonig). Dieser weist einen höheren pH-Wert auf.
182 SE
mind. 37,5 SE
Bei der Invertase handelt es sich um ein Enzym das von der Bienen bei der Honigbereitung zugefügt wird, und insbesondere Saccharose und Maltose spalten kann. Die Invertase-Aktivität wird als Maß für die Naturbelassenheit gewertet, und informiert damit über die Reife und schonende Behandlung von Honig. Dieses Enzym ist wesentlich empfindlicher gegenüber Erwärmungen über 40°C als das ebenfalls im Honig enthaltene Enzym Diastase. Die Invertaseaktivität muss mindestens 37,5 Einheiten nach Siegentaler (SE) betragen. Je höher die Enzymaktivität, desto natürlicher und reifer ist folglich der Honig.
0 mg/kg
max. 5 mg/kg | max. 40 mg/kg
Eine geringe Menge an HMF im Honig ist ein Indikator für dessen Frische und Naturbelassenheit. Ein hoher HMF-Wert weist auf länger anhaltende Erwärmung (ev. Überhitzung) oder Lagerung hin. Wenn Honig erhitzt wird, bildet sich aus Fruchtzucker HMF. Der HMF-Gehalt in frisch geschleudertem Honig ist sehr gering und steigt bei korrekter Lagerung, je nach pH-Wert und Lagertemperatur um ca. 2–3 mg/kg pro Jahr an. Lagerung bei Zimmertemperatur (21 °C) kann den HMF-Gehalt in einem Jahr bereits auf 20 mg/kg erhöhen.
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